10.03.2011

impressiorama das achtzehnte (viel zu viel arbeit in diplomarbeit)

bastel dir ne theorie
schreib mitunter dinge wie
fokus, autor, ironie
eloquent, wie noch nie
zuvor, hoffentlich!
darf ich das?
sollt ich nicht?
was weiß ich?
lässt mich bald mein hirn im stich?
wer kann mit bestimmtheit sagen,
ob es sind die richtgen fragen,
die mich selbst des nächtens plagen,
wenn eigentlich in schlafes reich
ich weilen sollte, gleich
dem kleinen, forschen frosch im teich

09.03.2011

impressiorama das siebzehnte (boulderlyrik)

starten tuasch so
da hasch an tritt
nacha lei aufstehn
glei auischnappn
sauber steigen
sonscht geahts gatter au
und mit da pappn 
hauts di da dagegen
beim mantle brauchsch
lei auf die leischtn scheißn
dann kannsch di logga auireißn

08.03.2011

impressiorama das sechzehnte (aua, aua)

wenn die hände nicht so brennen würden,
hätt ich nicht mit andren hürden
als den üblichen zu kämpfen
heute, mit den fingerkrämpfen
geht mal wieder gar nichts weiter
grass, die alte sau, stimmt mich auch nicht wirklich heiter
trotzdem muss ich weiterlesen,
damit ich morgen dann,
wenn die finger sind genesen,
endlich wieder klettern kann

02.03.2011

impressiorama das fünfzehnte (jetzt mit beistrichen!)

als heute nacht der forsche frosch
sich am weltschmerz labend
in die federn kroch
gedachte er zufrieden noch
den gesprächen des abends
die ihm freude bereitet


so lag er da, hingebreitet
eingehüllt in viele decken
die vor kälte ihn verstecken
hoffend, dass der nächste tag
ihm viel sonne bringen mag

27.02.2011

thrmnclrwstlnd VII (not an impressiorama, also not good)

himmel und hölle
verkehrten sich ins gegenteil
und nicht wenige wählten
den einfachsten ausweg
um den gleichgültigen 
naturgewalten sowie
primitiven instinkten
zu entgehen


das leben in todesnähe
ließ menschen
den radioaktiven dreck verschlingen
der hunger und verdauungorgane
gleichermaßen bekämpfte


in jenen augenblicken
stockte jegliche kommunikation
nur unartikulierte schreie
zerrissen scheinbar
die zuckenden wolken

26.02.2011

impressiorama das vierzehnte (endlich)

curry und kaffee
bereiten dich sowas von vor
auf die freuden und leiden
des noch jungen tages
fünfzig öre für eine dose (ganz)
zurückbringen oder zerquetschen
schärfe und schwärze
wie heißt nochmal das eine lied?
die vermessung, zweiter durchgang, ehrenrunde
meine tiefste verachtung
gilt jenen menschen
die blumen, aber nicht 
den dreck in dem sie wachsen,
sehen wollen

22.02.2011

0=1

die entscheidung ist beides
profund und nichtig
bevor sie getroffen
leicht und gewichtig
zieht sie vorbei
falsch und richtig
zugleich

17.02.2011

waht the hell 2

ableton doesn´t really make you able
but somehow it makes you feel
like you actually do something
worthwile
beware
it´s a trap!



15.02.2011

rettichgedicht (impressiorama das dreizehnte)

was ist bloß mit den radieschen los?
sie sind zwar immer noch recht rot
doch schmeckten sie nicht einst famos?
geschmacklich, scheint mir, sind sie tot


wer wars, der ihre schärfe nahm?
dieses angenehme brennen
einst waren sie doch nicht so zahm
lehrten viele menschen flennen


bleibst nur du radi, lieber freund
dein weißes fleisch es strotzt vor kraft
hast schärf und würz in dir vereint
wenn man dich aus der erden schafft

14.02.2011

goddamn eclectic (NOT)

she came to me one morning
in her blue suede shoes
the devil in disguise
why did you do that thing to me?
i´m a pirate baby
so why don´t you krill me?
are you serial man?
yes i am

die ungehobelten verse (impressiorama das zwölfte)

verlockende fruchtkörper
reizend nur aus selbstzweck
weigern sich naturgemäß
am ursprünglichsten
aller rituale
teilzunehmen


offenherzige sympathiebekundungen
pflastern mit
charmanter gleichgültigkeit
den weg der enttäuschung


ich möcht so gern das schicksal lenken
ohne allzuviel zu denken


wähn ich die zügel in den händen
weiß ich das wird übel enden


in der suppe ist arsen
dennoch ist das lächeln schön

13.02.2011

thrmnclrwstlnd VI (this is no impressiorama)

der kannibalismus als spiel auf zeit
fraß die menschen sieben jahre lang auf
und er sah, dass es nötig war


einzeln zogen die nekrophagen aus angst
vor der unzähmbarkeit der instinkte durchs land
und er sah, dass es gut war


der mensch wurde zurück gezwungen in den schlamm
dem er entstammte allem beraubt das ihn definierte
und er wusste nicht, was er getan hatte

10.02.2011

vom größenwahn begleitete weisheiten (impressiorama das elfte)

archibald der weise sagt:
man muss auch im trüben fischen
lass ungewissheit ungefragt
manches menschen aug auswischen


vergiss so dinge wie den stolz
trau dich sei ruhig lächerlich
schnitz ein booti dir aus holz
trink den schierlingsbecher nicht


wag es auch manchmal abzustürzen
achte auf den wind beim fallen
jeder soll nur seine suppe würzen
löffeln sie in goldnen hallen