27.05.2011

impressiorama das vierundzwanzigste (studiosus)

kontrastive linguistik
ist, so scheints mir, nicht so wichtig
über didaktische offensichtlichkeiten
kann man auch unter anderen namen streiten


geschichte(n) erzählen
will gelernt oder gekonnt sein
damit fabula und historia
lesbar vereint sind


schuld und scham
muten an
als wären sie notwendigkeiten
menschlicher massen


dafür kann ich nichts 

18.05.2011

impressiorama das dreiundzwanzigste (business and pleasure)

 City of lost gloves OST by garten

impressiorama das zweiundzwanzigste (praty)

keine manieren
wegen zuvielen
bieren
die wir intus haben
wir sind kaum zu ertragen


vodka eiskalt
bis der inhalt
dieser flasche
gegen null geht
und es mich dreht


whisky pur nur
denn die natur
will es so
niemals anders
sowieso nicht



10.03.2011

impressiorama das achtzehnte (viel zu viel arbeit in diplomarbeit)

bastel dir ne theorie
schreib mitunter dinge wie
fokus, autor, ironie
eloquent, wie noch nie
zuvor, hoffentlich!
darf ich das?
sollt ich nicht?
was weiß ich?
lässt mich bald mein hirn im stich?
wer kann mit bestimmtheit sagen,
ob es sind die richtgen fragen,
die mich selbst des nächtens plagen,
wenn eigentlich in schlafes reich
ich weilen sollte, gleich
dem kleinen, forschen frosch im teich

09.03.2011

impressiorama das siebzehnte (boulderlyrik)

starten tuasch so
da hasch an tritt
nacha lei aufstehn
glei auischnappn
sauber steigen
sonscht geahts gatter au
und mit da pappn 
hauts di da dagegen
beim mantle brauchsch
lei auf die leischtn scheißn
dann kannsch di logga auireißn

08.03.2011

impressiorama das sechzehnte (aua, aua)

wenn die hände nicht so brennen würden,
hätt ich nicht mit andren hürden
als den üblichen zu kämpfen
heute, mit den fingerkrämpfen
geht mal wieder gar nichts weiter
grass, die alte sau, stimmt mich auch nicht wirklich heiter
trotzdem muss ich weiterlesen,
damit ich morgen dann,
wenn die finger sind genesen,
endlich wieder klettern kann

02.03.2011

impressiorama das fünfzehnte (jetzt mit beistrichen!)

als heute nacht der forsche frosch
sich am weltschmerz labend
in die federn kroch
gedachte er zufrieden noch
den gesprächen des abends
die ihm freude bereitet


so lag er da, hingebreitet
eingehüllt in viele decken
die vor kälte ihn verstecken
hoffend, dass der nächste tag
ihm viel sonne bringen mag

27.02.2011

thrmnclrwstlnd VII (not an impressiorama, also not good)

himmel und hölle
verkehrten sich ins gegenteil
und nicht wenige wählten
den einfachsten ausweg
um den gleichgültigen 
naturgewalten sowie
primitiven instinkten
zu entgehen


das leben in todesnähe
ließ menschen
den radioaktiven dreck verschlingen
der hunger und verdauungorgane
gleichermaßen bekämpfte


in jenen augenblicken
stockte jegliche kommunikation
nur unartikulierte schreie
zerrissen scheinbar
die zuckenden wolken

26.02.2011

impressiorama das vierzehnte (endlich)

curry und kaffee
bereiten dich sowas von vor
auf die freuden und leiden
des noch jungen tages
fünfzig öre für eine dose (ganz)
zurückbringen oder zerquetschen
schärfe und schwärze
wie heißt nochmal das eine lied?
die vermessung, zweiter durchgang, ehrenrunde
meine tiefste verachtung
gilt jenen menschen
die blumen, aber nicht 
den dreck in dem sie wachsen,
sehen wollen

22.02.2011

0=1

die entscheidung ist beides
profund und nichtig
bevor sie getroffen
leicht und gewichtig
zieht sie vorbei
falsch und richtig
zugleich